Herzlich willkommen!

Im Zuge der NÖ-Landesausstellung werden im Schloss Orth historische Bauteile aus dem 14. und 16. Jahrhundert
seit Juni 2021 restauriert und erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich.

Wendeltreppe – Visualisierung © Marvin Mühlberger, Peter Griebaum, 2021

 

Renaissance-Wendeltreppe & Mittelalterstiege
… vom Aufstieg zum Bau-Juwel

Ab 1. Juni werden die Wendeltreppe, die Empore und das anschließende Turmzimmer
im nordwestlichen Teil des Orther Schlosses für die Gäste erlebbar sein.

Laut Bauforschung wurde Schloss Orth in der Zeit der Besitzerfamilie von Niklas Graf Salm
als “Zwilling” der Wiener Hofburg konzipiert – auch Handwerker und Architekten
waren parallel beschäftigt.
 
Die Hohlspindeltreppe samt Stiegenhaus über drei Geschoße wurde um 1550
vom Hofarchitekten Johann Tscherte 
in Anlehnung an seinen Prototypen gebaut,
den er 1542 in der Wiener Hofburg errichtete.
Sie ist eine der aus vier baugleichen Treppen bestehenden Gruppe.
Die Tatsache, dass das Wiener Pendant im 18. Jahrhundert abgetragen wurde
und daher nicht mehr existiert, die tschechische Treppe halb eingestürzt ist,
und die Treppe in Venedig nach einem Brand 1630 im 19. Jahrhundert
wieder aufgebaut wurde, beweist umso mehr die Bedeutung der „Schwester“ auf Schloss Orth.

Eine feierliche Eröffnung ist für den Tag des Denkmals am 25. September geplant.
Ausstellung in Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt.

1000 JAHRE ORTH
… zurück zum Anfang 1021
Ein Schenkungsgebiet mit dem Grenzpunkt „Orta“

Originalurkunde Kaiser Heinrichs II. vom 14. November 1021 (Bayerisches Hauptstaatsarchiv)

Wir blicken zurück in die Zeit der ersten schriftlichen Nennung von „Orta“ in einer Schenkungsurkunde vom 14. November 1021 im Zuge der Kolonisierung und Christianisierung des Donauraumes durch bayrische Mönche – auf die Bitte des Bischof Egilbert von Freising schenkte Kaiser Heinrich II. dem Kloster Weihenstephan die „insula Sahsonaganc“ (Insel Sachsengang). 
Die in der Urkunde genannten Grenzen des Gebietes umfassen die heutigen Orte Sachsengang-Oberhausen, Groß-Enzersdorf, Raasdorf, Großhofen, Pysdorf, Markgrafneusiedl, Glinzendorf, Rutzendorf, Wittau, Probstdorf, Schönau/Ufer, Mannsdorf und Orth.
Bereits vor der Schenkung kam es zur „Landnahme“ entlang der Donau durch bayerische Adelige, Grundherren und Klerus. Der damaligen Priorität in der Kolonisierung folgend, entstand auch ein erster Kirchenbau in Probstdorf, vermutlich ein bescheidener Holzbau.

Wir zeigen dazu unter dem Titel „Krypta und Karner“ eine Fotoserie von Franz Kern, der im Zuge der Renovierung der Probstdorfer Kirche die wiederentdeckte, unterirdische Krypta aus dem Jahr 1270 dokumentierte.

Ausstellung: VERLÄNGERUNG zu sehen ab 1. Juli 2022

Foto © Franz Kern, Krypta in Probstdorf  aus 1270

Die Museumssaison 2020 stand ab Juli im Zeichen von
Grabmal von Niklas Graf Salm I. um 1530-1533 (Deckplatte, Ausschnitt – in der Votivkirche), Foto © Roland Krauss

500 JAHRE NIKLAS GRAF SALM IN ORTH

Schlossherr und Feldherr der Renaissancezeit

Niklas Graf Salm der Ältere (*1459 – † 1530) war Statthalter in Ober- und Niederösterreich, kaiserlicher Geheimrat, sowie befehlshabender Feldherr Ferdinands I. und Kommandant bei der Abwehr der osmanischen Belagerung Wiens 1529. Die Folgen einer dabei erlittenen Verletzung führten zu seinem Tod.
1520 überträgt Kaiser Karl V., der Enkel Kaiser Maximilians I., an Niklas Graf Salm die Herrschaft Orth an der Donau. Bereits in den 1520er Jahren unternahm dieser eine Umgestaltung von Schloss Orth im Renaissancestil.  

Ausstellung: VERLÄNGERT 

 

 

 

Ausstellung: VERLÄNGERT

MARCHFELD – hüben und drüben
Eine Region beiderseits der March

Sonderausstellung anläßlich von 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs
                 
Im Mai vor 30 Jahren fiel der Eisernen Vorhang. Er bildete nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu den Revolutionen im Jahr 1989 die Trennlinie zwischen den marktwirtschaftlich orientierten, demokratischen Staaten im Westen und den planwirtschaftlich geleiteten, sozialistischen Diktaturen im Osten.
Der Begriff Eiserner Vorhang beschreibt nicht nur die realen Grenzbefestigungen, sondern sinnbildlich auch die Politik der Abgrenzung. 
Die Sonderausstellung begibt sich auf Spurensuche nach Gemeinsamkeiten „hüben und drüben“. Während der Donaumonarchie in der Zeit von 1526 bis 1918 war auch das östliche Marchfeld ein gemeinsamer Kulturraum – u.a. kam es nach der ersten Wiener Türkenbelagerung 1529 zur Ansiedlung der „Marchfeldkroaten“, die ebenso über der March in der Slowakei und nördlich bis nach Mähren zu finden waren.
  • Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Záhorské múzeum in Skalica (Slowakei) und je ca. 20 Gemeinden beiderseits der March statt. www.zahorskemuzeum.sk 
Konzept: Hilde Fuchs
Marchfeld-Fotoserie: Julia Gaisbacher                                                                                                                                             

Bild oben: Archiv Gerhild Spanischberger