Herzlich willkommen ab 16. Mai!

Bedingt durch die Covid19-Umstände öffnen wir unsere Ausstellungen vorerst für den Individualbesuch.
Unsere Führungen und Eröffnungsveranstaltungen können ab Juli wieder statt finden.


Das Museumsjahr 2020 steht ab Juli im Zeichen von
500 JAHRE NIKLAS GRAF SALM IN ORTH 

– er war ab 1520 Schlossherr von Orth und der Verteidiger von Wien bei der ersten Türkenbelagerung 1529.
Wir zeigen parallel dazu Künstler, die sich auf humorvoll-kritische Art mit Herrschaftssymbolen und Heldenverehrung auseinandersetzen.

Ausstellung: VERLÄNGERT 2020

MARCHFELD – hüben und drüben
Eine Region beiderseits der March

Sonderausstellung anläßlich von 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs
                 
Im Mai vor 30 Jahren fiel der Eisernen Vorhang. Er bildete nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu den Revolutionen im Jahr 1989 die Trennlinie zwischen den marktwirtschaftlich orientierten, demokratischen Staaten im Westen und den planwirtschaftlich geleiteten, sozialistischen Diktaturen im Osten.
Der Begriff Eiserner Vorhang beschreibt nicht nur die realen Grenzbefestigungen, sondern sinnbildlich auch die Politik der Abgrenzung. 
Die Sonderausstellung begibt sich auf Spurensuche nach Gemeinsamkeiten „hüben und drüben“. Während der Donaumonarchie in der Zeit von 1526 bis 1918 war auch das östliche Marchfeld ein gemeinsamer Kulturraum – u.a. kam es nach der ersten Wiener Türkenbelagerung 1529 zur Ansiedlung der „Marchfeldkroaten“, die ebenso über der March in der Slowakei und nördlich bis nach Mähren zu finden waren.
  • Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Záhorské múzeum in Skalica (Slowakei) und je ca. 20 Gemeinden beiderseits der March statt. www.zahorskemuzeum.sk 
Konzept: Hilde Fuchs
Marchfeld-Fotoserie: Julia Gaisbacher                                

Bild oben: Archiv Gerhild Spanischberger

Sonderausstellung: noch bis Sonntag, 28. Juni 2020 zu sehen

Anläßlich von 100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich zeigen wir zwei Frauengeschichten aus Orth an der Donau:

Frauen-Power anno 1818 und 1888

Caroline Bonaparte – die jüngste Schwester von Napoleon Bonaparte flüchtete vor 200 Jahren ins Exil nach Orth.
Anni Rosar – die Schauspielerin mit Orther Wurzeln feiert ihren 130. Geburtstag.

Caroline Bonaparte (*1782; †1839) heiratete 1800 den General Joachim Murat. Ehrgeizig und machthungrig wie ihr Bruder, wurde sie 1806 Großherzogin von Cleve und Berg sowie 1808 Königin von Neapel. Sie verbündete sich mit Napoleons Feind, Clemens von Metternich und floh nach der Hinrichtung ihres Mannes nach Österreich, wo sie 1818 Schloss Orth erwarb und inkognito als “Gräfin von Lipona” lebte.

Annie Rosar (*1888; †1963) entstammt einer Orther Bauernfamile. Nach dem Schauspielstudium in Wien und Mailand spielte sie 1911 in München und 1917 in Hamburg. Es folgte 1918 ein Engagement am Wiener Burgtheater und 1925 am Theater in der Josefstadt. Von Max Reinhardt ermutigt, entwickelte sie sich zur beliebten Volksschauspielerin. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte sie häufig in den Filmen mit Hans Moser. 1961 erhielt sie das Goldene Bambi für Verdienste um den deutschen Film.

Konzept: Hilde Fuchs